Männer

Was haben wir Männer über Generationen „gelernt“, oftmals weil wir es erst freiwillig machten, weil wir „Mann“ sein und dazugehören wollten, zu den Starken.

Und dann? Irgendwo, tausende Kilometer von daheim, Detonationen überall, Granatsplitter, Gewehrsalven. Und es hört nicht mehr auf. Es ist kalt, es regnet, es schneit, alle sind nass. Es wird noch kälter. Wann hört das nur auf?
80 bis 90 % aller abgegebenen Schüsse in den letzten großen Kriegen waren nicht gezielt. Sie gingen drüber oder daneben, auf beiden Seiten. Sie schossen nicht gezielt auf den anderen (den „Feind“). Starke Männer?

Männer, die in ihren Gedanken und Gefühlen daheim sind, bei ihren Lieben, tausende Kilometer weit weg, und sie wissen nicht, wie es ihnen geht und wann und ob sie sie  jemals wiedersehen… Wie lange werden da Minuten, während man Tage, Wochen und Monate weg ist…

Das war und ist oft auch noch auf die DNA von uns Männern geprägt. Männer, die Härte zu sich selbst zeigen müssen und „zuviel“ Liebe gar nicht zulassen können, weil sie Angst haben, dass sie es sonst nicht aushalten würden.

Wo ist dieser Mann, der einfach nur liebevoll und beschützend für seine Frau und die Familie da sein will?

Seit es die „klassische“ Geschichtsschreibung gibt, gibt es auch keinen Mann, dessen Männlichkeit darin besteht, für seine Frau und seine Familie zu sein. Das ist nicht männlich. Männlich ist die Konkurrenz, die Feindschaft, der Krieg, und den anderen Männern (und der Angebeteten) zu zeigen, dass Mann der Beste und Mächtigste ist.

Wie schön kann es für einen Mann sein, die wahre Freundschaft zu anderen Männern zu finden. Zu spüren, dass sie nicht Konkurrenten sind, sondern dass man im wahren und freien Miteinander viel viel mehr bewegen kann?

Wie schön kann es für einen Mann sein, aus diesem ganzen alten Denken, aus allen diesen Programmierungen, auszusteigen, sich selbst immer mehr zu spüren und zu fühlen, in seine Mitte zu kommen und einfach zu Sein?

Wie schön kann es für einen Mann sein, immer weicher zu werden, aus dieser Härte rauszugehen und zu spüren, wie weich eine Frau sein kann, wenn sie aus ihrem „Trümmerfrauen Dasein“ schon raus darf, ihre Liebe und Weiblichkeit zulassen, und einfach Frau sein?

Wie schön kann es für uns sein, aus diesen Härten rauszugehen, uns einfach zu fühlen, egal ob als Mann aus dem Krieg oder als Trümmerfrau?

Wie schön kann es für diese Welt sein, wenn wir unsere wahre Stärke und unsere Weichheit wieder finden, und ein wundervolles, ganz neues Miteinander erfahren und leben dürfen?

Wie schön?

Beitrag von Othmar

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